Was passiert bei unserem Gruppentreffen?

... lautet die wohl wichtigste Frage vor dem Besuch einer Selbsthilfegruppe. Bei uns läuft das in etwa so ab:

Begrüßung und Allgemeines

Wir treffen uns freitags um ca. 19.30 Uhr in Burgdorf, Heinrichstraße im Haus der LKG gegenüber der AOK. Bis um 20.00 Uhr die Gruppenteilnehmer eingetroffen sind, ist gemütliches Kaffee- und Teetrinken angesagt. Dies gibt allen die Möglichkeit, zunächst einmal »anzukommen«.

Ganz entspannt beginnt um 20.00 Uhr der offizielle Teil unserer Gruppenstunde. Wir setzen uns im großen Kreis zusammen. Zunächst gilt die Frage den Grüßen von Freunden, die an diesem Abend nicht dabei sein können. Falls Termine anliegen oder stattgefunden haben, werden diese kurz angesprochen.

Wenn Du zum ersten Mal bei uns bist, stellen wir uns kurz einzeln vor (jeder sagt ein paar Worte zu seiner Person). Anschließend wäre es schön, wenn Du uns in der Runde Deinen Namen nennst und kurz sagst, was Dich zu uns führt. Bevor es dann richtig losgeht, tragen wir einmal kurz die Gruppenregeln zusammen.

Blitzlicht – wie geht es mir?

Die Gesprächsrunde beginnt meist mit einem sogenannten »Blitzlicht«. Jeder Einzelne hat dabei Gelegenheit, kurz und knapp von persönlichen Erlebnissen und Gedanken der vergangenen Woche zu berichten. Bezugnehmend auf dieses Blitzlicht werden wir in der Gesprächsrunde auf einzelne Begebenheiten oder Probleme besonders eingehen.

Die Gespräche werden bei uns im Dialog geführt. Es dürfen Fragen gestellt und beantwortet werden.
Einen Moderator gibt es bei uns nicht, jeder Einzelne ist für das Gelingen des Gruppenabends verantwortlich.

Bei Gelegenheit richten wir Themenabende ein, an denen wir über Dinge diskutieren, die mit der Suchterkrankung zu tun haben (z.B. Alkohol in Lebensmitteln, Alkoholkranke und Medikamente und vieles mehr). Aktuelle Probleme und Erlebnisse der einzelnen Gruppenmithglieder haben jedoch immer Vorrang, sodass Themenabende auch bei Bedarf verschoben werden!

Es gibt in der Zeit zwischen 20.00 und 22.00 Uhr mindestens eine (Raucher-)Pause. Der genaue Zeitpunkt richtet sich nach dem jeweiligen Gespräch und Bedarf.

Eventuelle Aufteilung in Kleingruppen

Wenn wir in der Gesprächsrunde mehr als 15 Leute sind, kann es ratsam sein, die Gruppe in Kleingruppen aufzuteilen. In einer zu großen Gesprächsrunde kann es passieren, dass nicht jeder ausreichend zu Wort kommt. Meist steht uns das komplette Gemeindegebäude zur Verfügung, sodass wir mehrere Räume nutzen können. Wir achten darauf, dass in jeder Kleingruppe mindestens ein erfahrenes Gruppenmitglied anwesend ist, das bei Bedarf weiterhelfen oder einschreiten kann.

Bei Bedarf können wir auch Themengruppen einrichten, also beispielsweise die Angehörigen und Betroffenen getrennt im Gespräch. Auf Wunsch oder wenn es die Situation erfordert, können wir auch eine Gesprächsgruppe zusammenstellen.

Die Abschluss-Runde

Um ca. 21.45 Uhr werden die Gespräche zum Abschluss gebracht. Falls in Kleingruppen aufgeteilt wurde, kommen jetzt wieder alle zu einer großen Runde zusammen. Jeder hat jetzt Gelegenheit, kurz zu reflektieren, wie er/sie sich fühlt. Zum Abschluss trägt jemand von uns einen Schlussgedanken vor - das kann ein kleines Gedicht, eine Kurzgeschichte oder auch ein Gebet sein. Nach unserem Abschlussritual, bei dem wir uns eine gute nächste Woche wünschen, besteht noch Gelegenheit bis ca. 22.15 Uhr zu plaudern. Ab und zu kehren wir nach dem Gruppenabend in ein Burgdorfer Lokal ein, in dem wir in alkoholfreier Runde noch ein nettes Stündchen Beisammensein genießen.